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Feuerwehr Rheinfelden Abt. Nollingen

2006 - Brennt Sägewerk
Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 16:29 Uhr
 
Suedkurier vom 27.10.2006:
Schwörstadt - Zeugen hatten nach Polizeiangaben beobachtet, wie kurz nach Brandausbruch eine Person mit einem Kanister davonlief. Die Polizei fahndete sofort nach dem Mann, der offenbar erkannt worden war, zumal Anhaltspunkte auf Brandstiftung vorlagen. Bei den Ermittlungen und Zeugenbefragungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 35-jährigen Mann, dessen Wohnung, die ganz in der Nähe des Sägewerks liegt, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lörrach durchsucht wurde. Hierbei wurden Beweismittel entdeckt und sichergestellt. Der 35-Jährige wurde vorläufig festgenommen und wird derzeit von der Kriminalpolizei Lörrach verhört. Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich dabei um einen früheren Mitarbeiter des Sägewerks handeln, dem vor Kurzem gekündigt worden war.

Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr stand das Hauptgebäude lichterloh in Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. "Das war nicht mehr zu Retten", erklärte Kreisbrandmeister Bernd Schwöble, der vor Ort die Einsatzleitung von Ortskommandant Gerd Bühler übernommen hatte. Die insgesamt rund 85 Feuerwehrleute konzentrierten sich auf die Sicherung der Nachbargebäude und die Kühlung des Späne-Silos und hatten dies "gut im Griff". Die Nachbarhäuser seien nie gefährdet gewesen so Schwöble, obwohl es nach dem Durchbrennen der Staubfilter des Silos kurzzeitig aufgrund der Thermik bei allerdings nur schwachem Ostwind zu einem Funkenflug gekommen war, was einige Nachbarn in Angst und Schrecken versetzt hat.

Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und dem Verbund der Gebäude mit zahlreichen Leitungen, sei dies nicht zu verhindern, so Schwöble. Ein "kleines Problem" hat er ausgemacht: Zu Beginn der Löscharbeiten mussten allerdings erst zwei jeweils 700 Meter lange Schlauchleitungen zum Rhein gelegt werden, um den immensen Wasserbedarf der Lösch- und Sicherungsarbeiten zu decken, weil die Hydranten hierfür zu wenig her gaben. Die Bahnlinie wurde hierfür vorsorglich gesperrt. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt - er erlitt einen Wadenbeinbruch.

 Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schwörstadt, Rheinfelden, Schopfheim und Wehr; Bad Säckingen war in Bereitschaft. Das DRK war mit etwa 30 Helfern im Einsatz. Die B 34 musste bis gegen 2 Uhr voll gesperrt und der Verkehr über die B 518 umgeleitet werden. Die Feuerwehr Schwörstadt hatte auch am Donnerstag noch alle Hände voll zu tun, weil es an der Oberfläche des Spänesilos, das immerhin 200 Kubikmeter fasst, immer wieder zu Rauchentwicklung kam. "Die oberen fünf, sechs Zentimeter können brennen, der Rest nicht, weil der Sauerstoff fehlt", so Schwöble, der empfahl, das Silo von oben zu besprühen und von unten langsam zu entleeren. Schwörstadts Bürgermeister Artur Bugger bescheinigte den eingesetzten Feuerwehrleuten eine "Top-Leistung".

saegewerk schwoerstadt

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 16:45 Uhr
 

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